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	<title>BICK Magazin, Berlin</title>
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		<title>BICK Magazin, Berlin</title>
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		<title>bick Nr. 11: &#8222;Drehkreuz im Rohbau&#8220; &#8211; Der BBI Airport zwei Jahre vor seiner Eröffnung</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 13:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
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		<description><![CDATA[„Achtung!“ schallt es klar und deutlich über den langen Pier in die Dunkelheit hinaus. Ein metallisches Rasseln ertönt, dann jault der Anlasser eines schweren Motors, der erst langsam und lautstark in die Gänge kommt. Wieder ein „Achtung!“, diesmal aber gedämpft, überlagert von vielen anderen Geräuschen. Eine Pumpe wird hinzugeschaltet und man hört es Glucksen: Plötzlich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bickmagazin.wordpress.com&blog=4229115&post=562&subd=bickmagazin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>„Achtung!“ schallt es klar und deutlich über den langen Pier in die Dunkelheit hinaus. Ein metallisches Rasseln ertönt, dann jault der Anlasser eines schweren Motors, der erst langsam und lautstark in die Gänge kommt. Wieder ein „Achtung!“, diesmal aber gedämpft, überlagert von vielen anderen Geräuschen. Eine Pumpe wird hinzugeschaltet und man hört es Glucksen: Plötzlich fließt sämiger Beton aus einem Förderschlauch in  massive Metallverstrebungen. Etwa zwölf Männer haben sich um die Maschine verteilt, mit Spezialwerkzeugen und einer Menge Verantwortung: Sie betonieren gerade das Dach des Piergebäudes vor dem Terminal des Airports BBI. In fast genau zwei Jahren werden hier unzählige Menschen, Fahrzeuge und Gepäckstücke ankommen. Der Hauptpier und die beiden Seitenarme dienen dann dem Zu- sowie dem Abfluss des Verkehrs. </strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-572" title="bbi02" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/10/bbi022.jpg?w=450&#038;h=299" alt="bbi02" width="450" height="299" /></p>
<p>Am 30. Oktober 2011 wird der BBI feierlich in Betrieb genommen. Ganze fünfzehn Jahre sind dann seit dem ursprünglichen Beschluss zum Bau des internationalen Flughafens für Berlin und Brandenburg in Schönefeld vergangen. Sie wurden für Planungen, die Umsiedelung zweier Gemeinden und natürlich die Bauvorhaben genutzt. „Das ist ein wahnsinnig umfangreiches Projekt!“ sagt Ralf Kunkel, der Pressesprecher des Flughafens: „Wir haben hier die größte Baustelle in ganz Berlin.“  Der neue Airport wird 1.470 ha groß &#8211; das entspricht einer Fläche von rund 2.000 Fußballfeldern. Und das Terminal? „Wird wie eine kleine Stadt sein“, meint der 41-jährige. Es befindet sich zwischen zwei parallel angelegten Start- und Landebahnen, die unabhängig voneinander betrieben werden können. Auf sechs Stockwerken sollen sich nicht nur die Abfertigungsschalter und Sicherheitsbereiche, sondern auch Shops und Restaurants befinden. Ralf Kunkel erklärt: „Wir starten mit einer Kapazität von bis zu 27 Millionen Passagieren. Bis zu 6500 Passagiere werden das Terminal zu Spitzenzeiten durchlaufen.“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-573" title="bbi01" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/10/bbi011.jpg?w=450&#038;h=299" alt="bbi01" width="450" height="299" /></p>
<p>Der Airport ist so konzipiert, dass er nach Bedarf auf eine Kapazität von 45 Millionen Passagiere erweitert werden kann – mit zwei zusätzlichen Ausbaustufen: „Das Besondere an diesem Projekt: Wir beziehen zwar die bestehenden Gebäude des Flughafens Schönefeld sowie die derzeitige Start- und Landebahn in den Flughafenausbau ein. Dennoch haben wir mit dem BBI praktisch die Möglichkeit einen „greenfield airport“ zu bauen, also sämtliche Bestandteile so zu planen, dass sie den Anforderungen an einen Flughafen der Zukunft entsprechen: BBI Wird ein passagierfreundlicher Flughafen der kurzen Wege, in dem die Verkehrsträger Straße, Schiene, Luft ideal miteinander verknüpft sind. BBI wird der Hauptstadt endlich die Mobilitätsplattform verschaffen, die sie so dringend benötigt.“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-568" title="bbi03" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/10/bbi031.jpg?w=450&#038;h=304" alt="bbi03" width="450" height="304" /></p>
<p>Natürlich legten die Architekten und Fachleute dabei  besonderen Wert auf eine hohe Umweltverträglichkeit, günstige Betriebskosten und möglichst kurze Wege für die Passagiere. Außerdem spielt das Thema Sicherheit eine wichtige Rolle: „Der Flughafen von morgen wird noch strenger gesichert sein als heute. 2006 wurden die gültigen Bestimmungen erneut verschärft. Danach sind zum Beispiel auch für Mitarbeiter Personenkontrollen verpflichtend. Zudem müssen künftig gleich sieben verschiedene Passagierströme, darunter Schengen, EU oder Transfer, strikt voneinander getrennt werden.“ Von alldem ist jetzt noch so gut wie nichts zu sehen: Nur der Rohbau, das Gerippe des großen Terminalgebäudes reckt sich bereits in den schwarzen Himmel. Es wird später mit  gegliederten Fassaden und klaren, geometrischen Formen architektonische Elemente von Schinkel bis zum Bauhaus aufgreifen und somit die vielfältige Architektur der Hauptstadt zitieren. Hier und da strahlen starke Scheinwerfer auf die Baustelle, werfen lange Schatten und halten die Dunkelheit auf Distanz.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-569" title="bbi04" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/10/bbi041.jpg?w=450&#038;h=304" alt="bbi04" width="450" height="304" /></p>
<p>Es ist kurz vor 22 Uhr an einem Donnerstagabend und einige hundert Mann arbeiten während der Nachtschicht. Noch etwa 200 Meter Pier müssen in den kommenden Nächten betoniert werden, außerdem die letzten Meter der neuen Start- und Landebahn. Im Keller des Gebäudekomplexes hat unterdessen der Innenausbau des Bahnhofes begonnen. Hier sollen künftig Regional- und Fernzüge halten. Rund 20 Minuten wird der Airport-Shuttle für die Strecke ins Berliner Stadtzentrum benötigen. Attraktiv für die Passagiere, gut für die Region: Hunderttausende Berliner und Brandenburger werden durch die Schließung von Tegel und Tempelhof dauerhaft vom Fluglärm entlastet. Die Baukosten für den Airport betragen 2,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Kosten für Straßen- und Schienenanbindung sowie Drittinvestitionen, etwa für Parkhäuser, Hotels und Konferenzzentren.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-570" title="bbi05" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/10/bbi05.jpg?w=450&#038;h=304" alt="bbi05" width="450" height="304" /></p>
<p>„Wir haben viele Aufträge an Firmen aus der Region vergeben und sehen den Flughafen als Wirtschaftsmotor. Durch den BBI entstehen bis zu 40.000 neue Arbeitsplätze!“ sagt Ralf Kunkel: „Bisher fehlte ein modernen Airport in der Mitte Europas – diese Lücke werden wir füllen. BBI ist dann die neue europäische Drehscheibe. Und nicht nur das: Der Airport schließt eine der letzten Lücken, welche die historische Teilung der Stadt beigebracht hat. In Zukunft wird es keinen West- und keinen Ostflughafen mehr geben, sondern einen für alle.“ Im Mai 2011 soll der Bau der wesentlichen Flughafenteile abgeschlossen sein und der Probebetrieb starten: sobald die Leitungen gelegt, das Mobiliar verbaut und die Computer vernetzt wurden. Damit nichts mehr schief gehen kann, wenn die Passagiere kommen. „Achtung!“ schallt es wieder durch die Nacht. Mehr Infos unter www.berlin-airport.de (Bild &amp; Text: J. Nord)</p>
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		<title>bick Nr. 11: &#8222;Kunst braucht Bewusstsein&#8220; &#8211; Erinnerungsarbeiter Matthias Bösche</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 13:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Bösche]]></category>

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		<description><![CDATA[„Kunst? Ich produziere keine Kunst!“ sagt Matthias Bösche, steigt auf einen Holzkasten und zupft sich seine glitzernden Handschuhe zurecht. „Nein! Ich gestalte vielmehr einen Moment, der die Menschen daran erinnert, dass Kunst existiert.“ Bösche klatscht in die Hände und ein paar Glühbirnen flackern auf, dann ertönen die ersten Takte eines bekannt scheinenden Popsongs. „Kunst braucht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bickmagazin.wordpress.com&blog=4229115&post=557&subd=bickmagazin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>„Kunst? Ich produziere keine Kunst!“ sagt Matthias Bösche, steigt auf einen Holzkasten und zupft sich seine glitzernden Handschuhe zurecht. „Nein! Ich gestalte vielmehr einen Moment, der die Menschen daran erinnert, dass Kunst existiert.“ Bösche klatscht in die Hände und ein paar Glühbirnen flackern auf, dann ertönen die ersten Takte eines bekannt scheinenden Popsongs. „Kunst braucht ein Gegenüber, ein Bewusstsein!“ meint er und seine Stimme wird lauter, bis sie sich schließlich überschlägt. </strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-560" title="boesche" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/10/boesche2.jpg?w=450&#038;h=622" alt="boesche" width="450" height="622" /></p>
<p>Es folgt eine fragmentierte Version von „Thriller“, die Bösche so intensiv zum Besten gibt, als gelte es, eine ganze Arena zu beschallen, und nicht einen zwanzig Quadratmeter großen Raum in einem Kreuzköllner Altbau. Dann hört der 36-jährige plötzlich auf, steigt von seiner Bühne und schaltet die Anlage aus. „Das wird Teil der Musikperformance IIII, einem Popkonzentrat aus einem Mann, einer winzigen Bühne und einer Zeitreise.“ Veröffentlichung? „Im Oktober. Ich muss vorher noch eine ganze Menge kulturelle Erinnerungsarbeit vorbereiten: Die Leute sollen sich nicht so sehr am Objekt festhalten müssen!“ sagt Bösche und schält sich aus seinem schwarzen Frack heraus, „denn das Konzept ist die eigentliche künstlerische Arbeit. Objekte sehe ich dann lediglich als Erfüllungsgehilfen.“</p>
<p>Der Künstler weist auf drei Uhren an der Wand. Sie hängen dicht nebeneinander und zeigen alle Punkt Sechs: „Was soll das?“ Antwort: „Kunst entsteht im Kopf! Drei sich wiederholende Objekte machen eine Serie: Pop-Art. Eine meiner Lieblingsdisziplinen.“ Pop-Art zieht ihre Motive aus der Alltagskultur, einer Welt des Konsums, den Massenmedien und der Werbung.  Bösche zitiert Größen wie Hamilton und Duchamp, aber bitte, immer in Serie! Seit 2005 stellen Berliner Zahnärzte Abgüsse von seinem Gebiss her, über 20 dieser Selbstportraits hat der Künstler schon anfertigen lassen. Es geht um die serielle Reproduktion der eigenen Identität, überhaupt spielt die Psychologie der Unverwechselbarkeit in seinem Schaffen eine große Rolle. So beantragte der Künstler, dass sein bürgerlicher Name im Ausweis als Künstlername geführt werden soll – mit abschlägigem Bescheid. Bösche provoziert gerne, auch bei Kunstausstellungen. Hier trägt sich der Berliner immer wieder mit Datum und Unterschrift ins Gästebuch ein – auf der aktuellen und allen folgenden Seiten. „Es geht darum, Orte und Positionen zu besetzten, sie zu verteidigen“, grinst er. Seine Position verteidigen kann Matthias gut, das hat er in den vergangenen Jahren gelernt: „Ich bin in Bremen groß geworden und habe dort Freie Kunst studiert. Diese Zeit des Studiums dort war wichtig für meine Entwicklung, aber Bremen wird kulturell zunehmend provinzieller.“</p>
<p>Also kam Matthias vor drei Jahren nach Berlin: „Hier gibt es noch Kunst, die von unten nach oben gemacht wird und es ist schwer, alle Vorzüge aufzählen, die damit einhergehen&#8230; das würde zu lange dauern. Fassen wir es einfach in einem Wort zusammen: Freiheit.“ Die nutzt Matthias nun ausgiebig, sei es dazu, regelmäßig Plattensammlungen anderer Menschen zu malen oder Bücher zu essen und somit zu verschlingen. „Ich will die Leute dort abholen, wo sie sind – und sie dann auf den Kopf stellen!“ erklärt er. Dann feixt der Berliner und beginnt, ein paar Zeilen von „Prince“ zu singen&#8230; „Popmusik ist ein wichtiger Teil meiner Produktion, mit ihrer Hilfe kann ich eine Menge Bilder hervorrufen.“ Bösche hat Stimme, und er liebt es, mit ihr zu karikieren, zu eskalieren. Im Moment arbeitet er an „IIII &#8211; Our Future Is His Past, Our Past Is His Escape“ einer eigenwilligen Musikperformance. „Nicht verpassen!“ sagt er und schlägt „Time to say goodbye“ an&#8230; Weitere Infos: www.matthiasboesche.de (Bild &amp; Text: J. Nord)</p>
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		<title>bick Nr. 11: &#8222;Wirtschaft wertvoll?&#8220; &#8211; Daniela fördert Werte im Business&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 13:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Daniela Budach]]></category>
		<category><![CDATA[Wertikale]]></category>

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		<description><![CDATA[„Was fällt dir zum Thema Wirtschaft ein?!“ fragt Daniela Budach und schenkt mir ein gespanntes Lächeln. Ich überlege&#8230; „Immobilienblase.“ Und: „Freisetzung.“ Daniela nickt: „So etwas hab’ ich erwartet. Warum hast du nicht ‚Respekt’ und ‚Kreativität’ gesagt?“ Ich traue meinen Ohren kaum:  In der Wirtschaft? 

Die junge Frau schmunzelt: „Solche Werte sind sehr wichtig für einen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bickmagazin.wordpress.com&blog=4229115&post=552&subd=bickmagazin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>„Was fällt dir zum Thema Wirtschaft ein?!“ fragt Daniela Budach und schenkt mir ein gespanntes Lächeln. Ich überlege&#8230; „Immobilienblase.“ Und: „Freisetzung.“ Daniela nickt: „So etwas hab’ ich erwartet. Warum hast du nicht ‚Respekt’ und ‚Kreativität’ gesagt?“ Ich traue meinen Ohren kaum:  In der Wirtschaft? </strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-553" title="danielawe" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/10/danielawe.jpg?w=450&#038;h=618" alt="danielawe" width="450" height="618" /></p>
<p>Die junge Frau schmunzelt: „Solche Werte sind sehr wichtig für einen langfristigen Erfolg, besonders in Unternehmen! Sie kommen bloß meistens viel zu kurz.“ Daniela führt mit ihrer Partnerin Iris Haase die Agentur Wertikale. Beide Frauen haben sich zum Ziel gesetzt, Werte in der Wirtschaft zu fördern. Werte? Dazu zählen natürlich Begriffe wie Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung, „aber wir haben vor allem die Grundwerte des menschlichen Miteinanders im Blick!“ Also zum Beispiel „Offenheit und Integrität. Solche Werte sind längst nicht mehr selbstverständlich“, sagt Daniela: „Dabei sehnen sich die Mitarbeiter danach, vor allem in größeren Unternehmen. Hier müssen wir Überzeugungsarbeit leisten, denn eine werteorientierte Unternehmensführung ist der Schlüssel zu wirtschaftlichem Erfolg. Sie steht und fällt mit einzelnen Persönlichkeiten.“ Iris und Daniela haben sich ein schwieriges Thema ausgesucht: „Das ist eine große Herausforderung: Viele Entscheidungsträger begegnen uns anfangs ziemlich skeptisch, nach dem Motto: ‚Werte gut und schön, aber wir müssen Umsatz erwirtschaften.“</p>
<p>Trotzdem können die Berlinerinnen überzeugen – mit harten Fakten und kreativen Konzepten. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, welche Strukturen und Prozesse in größeren Unternehmen vorherrschen. Wir haben uns darauf eingestellt“, sagt Daniela. Sie hat zwei Studiengänge absolviert, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre: „Ich ging direkt nach dem Abitur zur Berufsakademie und zur Deutschen Bank. Anschließend arbeitete ich als Portfoliomanagerin in einer Vermögensberatung.“ Allerdings wurde ihr der Umgang nur mit Zahlen schnell zu langweilig, sie entschloss sich, ein VWL Studium anzuhängen und in Richtung Wirtschafts- sowie Entwicklungspolitik zu wechseln. Daniela studierte in Teilzeit: „Als ich dann den Abschluss in der Tasche hatte, sollte ich mich entscheiden: wieder Vollzeit einsteigen oder das Unternehmen verlassen.“ Sie ging &#8211; und machte sich mit Iris Haase selbständig. „Wir hatten uns 2006 als Arbeitskolleginnen bei einem Veranstalter für Wirtschaftskongresse kennen gelernt.“ Beide teilen die gleichen Überzeugungen, sind aber sehr unterschiedlich, „was uns vor allem bei kreativen Prozessen weiter bringt! Wir setzen auf interdisziplinäres Arbeiten und viele verschiedene Kooperationspartner.“ Wertikale bietet regelmäßig besondere Veranstaltungen für Unternehmen an, so genannte „Think Tanks“.</p>
<p>Hier steht der Austausch im Vordergrund. Der Wertikale Think Tank bearbeitet unternehmensspezifische Fragen zum Wertemanagement mit Vor- und Querdenkern aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft,Theologie und Sport. Ziel ist es, an den Fragen der Unternehmen mitzudenken und gemeinsam innovative Lösungen für die Umsetzung von Werten zu entwickeln. Natürlich bieten die beiden Frauen auch Beratungen in den Unternehmen an. „Wir wollen ein Stück weit die Gesellschaft verändern!“ sagt Daniela: „Das mag idealistisch scheinen, aber ich bin der Meinung, dass man mit einer gehörigen Portion Mut und Engagement so gut wie jedes Ziel erreichen kann!“ Und Mut hat die 29-jährige. Sonst wäre sie nicht vor drei Jahren hinaus in die Welt gezogen, mit ihrem Rucksack durch Südostasien gewandert und zum Studium nach Chile gegangen. „Diese Reisen haben mich auf den Boden der Tatsachen zurück gebracht. Deswegen sind mir soziale Werte so wichtig geworden!“ Neben der Agentur arbeitet Daniela übrigens ehrenamtlich in einer Projektgruppe für soziales Engagement in Berlin. Respekt! Weitere Infos: www.wertikale.de &#8211;  (Bild &amp; Text: J. Nord)</p>
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		<title>Ein Blick Wert: SPRIT, das neue kostenlose Automagazin im Internet!</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 07:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[PDF Automagazin]]></category>
		<category><![CDATA[SPRIT Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab sofort gibt&#8217;s unter http://www.sprit-magazin.de das wohl erste kostenlose PDF Automagazin in Deutschland..! Die Redaktion möchte Sie ab sofort jeden Monat mit lesenswerten Themen rund um Autos und Mobilität unterhalten, in Form von Reportagen und Portraits, aber auch mit hochwertigen Bildern und Videos. 
Das PDF Format bietet dabei die Gestaltungsmöglichkeiten einer Zeitschrift in Verbindung mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bickmagazin.wordpress.com&blog=4229115&post=548&subd=bickmagazin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Ab sofort gibt&#8217;s unter <a title="SPRIT Magazin" href="http://www.sprit-magazin.de" target="_blank">http://www.sprit-magazin.de</a> das wohl erste kostenlose PDF Automagazin in Deutschland..! Die Redaktion möchte Sie ab sofort jeden Monat mit lesenswerten Themen rund um Autos und Mobilität unterhalten, in Form von Reportagen und Portraits, aber auch mit hochwertigen Bildern und Videos. </strong></p>
<p>Das PDF Format bietet dabei die Gestaltungsmöglichkeiten einer Zeitschrift in Verbindung mit der Aktualität einer Webseite. Außerdem ermöglicht es, SPRIT kostenlos anzubieten. Finanziert wird das Magazin durch Werbung, trotzdem wird die Redaktion  unabhängig und vor allem persönlich berichten. Dabei sollen weniger Zahlen und Werte im Vordergrund stehen &#8211; das können andere besser. Unsere Mitarbeiter  schreiben mit dem Herzen, durch ihre Adern fließt &#8211; nun: SPRIT. Treibstoff für ihr Engagement und eine der bewegendsten Technologien unserer Zeit: Das Automobil.</p>
<p>Das Magazin erscheint immer am ersten des Monats, die nächste Ausgabe wartet also ab dem 1. November zum Download unter www.sprit-magazin.de &#8230; viel Spaß beim Lesen!</p>
<p><a href="http://www.sprit-magazin.de"><img class="alignnone size-full wp-image-550" title="sprit-titel" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/09/sprit-titel.jpg?w=450&#038;h=246" alt="sprit-titel" width="450" height="246" /></a></p>
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		<title>Filmtipp: &#8222;Die Entführung der U-Bahn Pelham 123&#8243;</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 09:52:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Denzel Washington]]></category>
		<category><![CDATA[Die Entführung der U-Bahn Pelham 123]]></category>
		<category><![CDATA[John Travolta]]></category>
		<category><![CDATA[Sony Pictures]]></category>

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		<description><![CDATA[New York City, ein Tag wie jeder andere. Die Stadt pulsiert, ihre Verkehrswege gleichen Adern, in denen Millionen von Menschen zu ihren Zielen schwimmen. Sie nutzen alle möglichen Verkehrsmittel und bewegen sich ober- sowie unterhalb der Erde. Alleine das U-Bahnsystem erstreckt sich in New York über 1.062 Kilometer, mehr als 6.400 Wagen sind ständig in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bickmagazin.wordpress.com&blog=4229115&post=539&subd=bickmagazin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>New York City, ein Tag wie jeder andere. Die Stadt pulsiert, ihre Verkehrswege gleichen Adern, in denen Millionen von Menschen zu ihren Zielen schwimmen. Sie nutzen alle möglichen Verkehrsmittel und bewegen sich ober- sowie unterhalb der Erde. Alleine das U-Bahnsystem erstreckt sich in New York über 1.062 Kilometer, mehr als 6.400 Wagen sind ständig in Betrieb. Sie werden von der Organisation „NYC Transit“ gesteuert und überwacht – in einem riesigen Kontrollzentrum. Hier sitzen unzählige Controller, die mit Unterstützung ihrer Fahrdienstleiter den Verkehr in Bewegung halten. Denzel Washington spielt in Tony Scotts Actionthriller „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“ einen dieser Fahrdienstleiter: Walter Garber hat gerade seine Schicht begonnen und eigentlich alles unter Kontrolle – bis ein Problem mit Pelham 123 angezeigt wird. Die Metro hat in einem Tunnel zwischen zwei Stationen angehalten. Walter versucht nun, über Funk Kontakt zum Zugführer aufzunehmen und herauszufinden, was passiert sein könnte: „Pelham 123! Bitte kommen?!“</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-540" title="pelham1" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/pelham1.jpg?w=450&#038;h=331" alt="pelham1" width="450" height="331" /></p>
<p>Kurz darauf wird Walter Garber Kontakt zu einem Mann namens Ryder (John Travolta) bekommen, einem eiskalten Typen, der den Zug entführt hat und alle Fahrgäste als Geiseln gefangen hält. Ryder fordert zehn Millionen Dollar, zahlbar innerhalb von nur einer Stunde. Sonst will er seine Geiseln erschießen – eine nach der anderen. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, tötet der Entführer den bisherigen Zugführer. Während Ryder nun gnadenlos sein Ziel verfolgt, sucht Garber fieberhaft nach einer Möglichkeit, den Gangster zu stoppen. Das Problem: Er ist „nur“ ein Beamter der New Yorker Verkehrsbetriebe und kein Cop oder gar ein Verhandlungsführer. Trotzdem besteht Ryder darauf, ausschließlich mit ihm zu sprechen, und nicht mit der Polizei. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich in den folgenden Minuten eine dramatische Verhandlung, bei der etliche Menschenleben auf dem Spiel stehen. Bei den  Wortgefechten muss Garber unter Hochdruck lernen, auf den unberechenbaren Ryder zu reagieren. Die Zeit läuft  und zwei Fragen stehen im Raum: Kann Garber die Geiseln retten? Und wie will es Ryder schaffen, aus dem hermetisch abgeschotteten Tunnelsystem zu fliehen..?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-541" title="pelham2" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/pelham2.jpg?w=450&#038;h=328" alt="pelham2" width="450" height="328" /></p>
<p>Regisseur Tony Scott macht aus dieser Situation ein mitreißendes Katz- und Mausspiel. Dabei tritt ein gewöhnlicher Angestellter gegen einen launenhaften Killer an, der von Rache getrieben ist: Ryder war eigentlich mal ein Wallstreet Zocker, ein Highroller an der Börse – bis er wegen Insidergeschäften zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Der Knast hat ihn verändert, er wurde zu einem gewissenlosen, aber immer noch hochintelligenten Monster. John Travolta war begeistert von den Möglichkeiten, die ihm seine Figur bot: „Einen Schurken zu spielen hat etwas ungeheuer Befreiendes, weil sich die Helden immer irgendwie zurückhalten müssen“, sagt er. „Bei einem Bösewicht kannst du deine eigene moralische Palette in verschiedenen Abstufungen schaffen. Ich kann wild, ruhig, durchgeknallt oder charmant sein … alles, was ich will.“ Und so spielt Travolta auch – vollkommen entfesselt und mit einer spürbaren Begeisterung. Trotzdem findet der Mime in Denzel Washington einen ebenbürtigen Gegenpart, der seine Rolle gerade deswegen so spannend fand, weil sie eine höchst ungewöhnliche Figur ins Zentrum eines Actionthrillers stellt. „Walter Garber ist kein Cop – er ist ziviler Beamter“, erläutert der Schauspieler. „Als er mit den Forderungen von Ryder konfrontiert wird, fragt er sich: ,Wo ist der Verhandlungsführer für Geiselnahmen? Ich kenne mich damit doch gar nicht aus!‘ Garber ist kein Superheld. Er hat Angst.“ Und wächst mit der Zeit über sich hinaus, wird zum verdienten Helden des Alltags.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-542" title="pelham3" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/pelham3.jpg?w=450&#038;h=328" alt="pelham3" width="450" height="328" /></p>
<p>„Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“ geht auf einen Bestseller von John Godey zurück. Der Roman wurde unter dem Titel <em>The Taking of Pelham 123</em> (<em>Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123</em>) bereits 1974 zum ersten Mal mit Walter Matthau und Robert Shaw verfilmt . Er ist bis heute ein Kultklassiker. Tony Scott wollte deswegen einen neuen Zugang für seine Adaption finden: Ein pures Remake war in ihren Augen überflüssig, da der Film auf seinen ganz eigenen Füßen steht. Stattdessen griffen sie auf das Ausgangsmaterial des Buchs zurück und legten ihre Geschichte als zeitgenössischen Thriller an, der im heutigen New York spielt. Scott drehte vier Wochen lang im U-Bahn-System von New York City. Es war der längste, ausführlichste Dreh, der bisher dort stattgefunden hat – und er hat sich gelohnt. Die Adaption bietet Spannung pur, dazu irrwitzige Dialoge und überragende, schauspielerische Leistungen. Das Ganze in Verbindung mit atmosphärischen Bildern und einem stimmigen Sound – erstklassig!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-543" title="pelham4" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/pelham4.jpg?w=450&#038;h=328" alt="pelham4" width="450" height="328" /></p>
<p>Der Film startet am 24. September in den Kinos. Mehr Informationen unter www.pelham123.de (Bild: Sony Pictures, Text: J. Nord, Sony Pictures)</p>
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		<title>PR: &#8222;Beratung und Coaching mit dem &#8216;Auszeiter&#8217; Carsten Alex&#8220;</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 09:42:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Unsere Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Politisch, wirtschaftlich – und auch im Privaten – sind heute andere Fähigkeiten gefordert, als noch vor wenigen Jahren. Nur wenig bleibt wie es ist, nur wenig ist von Dauer. 
Das (Arbeits-)Leben wird von vielen Menschen als fremdbestimmt erlebt, ein Eigenleben führen nur noch die wenigsten. Die Anforderungen an jedes [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bickmagazin.wordpress.com&blog=4229115&post=533&subd=bickmagazin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Unsere Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Politisch, wirtschaftlich – und auch im Privaten – sind heute andere Fähigkeiten gefordert, als noch vor wenigen Jahren. Nur wenig bleibt wie es ist, nur wenig ist von Dauer. </strong></p>
<p>Das (Arbeits-)Leben wird von vielen Menschen als fremdbestimmt erlebt, ein Eigenleben führen nur noch die wenigsten. Die Anforderungen an jedes einzelne Mitglied unserer Gesellschaft sind dadurch spürbar gestiegen, Stress und “gefühlte” Überforderung gehören für viele Menschen zum Arbeitsalltag. Als Folge dessen nimmt bereits seit Jahren die Anzahl psychosomatischer Erkrankungen, wie zum Beispiel das Burnout Syndrom, deutlich zu. Eine gegenläufige Entwicklung ist nicht zu erwarten, uns wird in Zukunft eher mehr als weniger abverlangt.</p>
<p>Aktuell fühlen sich auffallend viele Menschen und Organisationen wie gelähmt. Angst geht um. Eine zunehmende Unsicherheit macht sich in unserer Gesellschaft breit. Perspektiven und konkrete Vorstellungen davon, wie die Zukunft persönlich wie beruflich alternativ (aus)gestaltet werden könnte, entwickeln die Wenigsten.</p>
<p>Menschen wie Organisationen stehen heute mehr denn je vor der Herausforderung, diese Entwicklungen wahrzunehmen und aktiv als Chance zu begreifen! Ergreifen Sie die Initiative und gestalten Sie Ihre persönliche wie berufliche Zukunft mit Unterstützung von Carsten Alex neu.</p>
<p><strong>Nutzen Sie die Gelegenheit und lernen Sie Carsten Alex im Rahmen der kostenfreien, unverbindlichen Info-Abende am 11. September oder 08. Oktober 2009 ab 19.30 Uhr persönlich kennen. Für eine erste Kontaktaufnahme steht er Ihnen auch vorab unter 030 88 497 821 zur Verfügung.</strong></p>
<p><strong><a class="aligncenter" href="http://www.menschenmitwirkung.de" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-534" title="CA-Anzeige" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/ca-anzeige.jpg?w=450&#038;h=638" alt="CA-Anzeige" width="450" height="638" /></a><br />
</strong></p>
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	</item>
		<item>
		<title>bick Nr. 10: &#8222;Das Science Center Dynamikum&#8220;</title>
		<link>http://bickmagazin.wordpress.com/2009/08/15/bick-nr-10-bewegung-ist-alles-im-science-center-dynamikum/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 09:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamikum]]></category>
		<category><![CDATA[Pirmasens]]></category>
		<category><![CDATA[Science Center]]></category>

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		<description><![CDATA[Entspann dich! Die kleine silberne Kugel auf dem Tisch vor mir setzt sich langsam in Bewegung. Sie kommt auf mich zu. Das ist nicht gut. Entspann dich! Die Kugel wird langsamer und bleibt stehen!  Ha! Ich werfe einen triumphierenden Blick zu meiner Gegnerin, der neunjährigen Svenja. Sie ist mit ihrer Klasse zu Besuch im Science [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bickmagazin.wordpress.com&blog=4229115&post=525&subd=bickmagazin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Entspann dich! Die kleine silberne Kugel auf dem Tisch vor mir setzt sich langsam in Bewegung. Sie kommt auf mich zu. Das ist nicht gut. Entspann dich! Die Kugel wird langsamer und bleibt stehen!  Ha! Ich werfe einen triumphierenden Blick zu meiner Gegnerin, der neunjährigen Svenja. Sie ist mit ihrer Klasse zu Besuch im Science Center Dynamikum und hat mich zu einer Runde „Entspannt gewinnt“ aufgefordert, einem Spiel, bei dem man mit den Gedanken eine kleine Kugel steuern muss. Wie das geht? </strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-526" title="dynamikum1" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/dynamikum1.jpg?w=450&#038;h=331" alt="dynamikum1" width="450" height="331" /></p>
<p>Über ein Stirnband und jede Menge Elektronik. Die misst unsere Gehirnaktivität in einer bestimmten Frequenz, den Alpha- und Betawellen. Der Computer wertet alle Daten aus und bewegt danach per Magnet eine Kugel, die immer zu dem Spieler rollt, der angespannter ist. Das ist ganz schön aufregend! Also setzt sich die Kugel wieder in Bewegung und rollt auf mich zu. Halt! Keine Chance. Svenja ist eine Alphawellen-Surferin und die Kugel schon im Ziel. Verloren! Gegen ein kleines Mädchen! Ich gratuliere der Meisterin. Aber meine Niederlage ist schnell vergessen: Hier in Pirmasens, im Dynamikum, gibt es einfach wahnsinnig viel zu entdecken. Da bleibt keine Zeit für schlechte Laune! Das erste und bislang einzige rheinland-pfälzische Science Center befindet sich im Rheinberger, einer ehemaligen, riesigen Schuhfabrik. Auf zwei Etagen und mehr als 4.000 Quadratmetern warten über 160 aufregende Exponate, an denen Neugierige die unterschiedlichsten physikalischen Phänomene rund um das Thema ’Bewegung’ ergründen können. Hier liegt die Kraft nicht in der Ruhe! Das beginnt schon am Eingang und zieht sich durch die gesamte Ausstellung: Ich  folge einem architektonischen Element, dem „Band der Bewegung“. Auf einer Länge von etwa 480 Metern verläuft es durch das Science Center &#8211; mal auf, mal hoch über dem Boden – und begleitet mich von Exponat zu Exponat. Dabei bietet es spannende Informationen über bekannte Pirmasenser wie zum Beispiel den Genremaler Heinrich Bürkel, Schriftsteller Hugo Ball oder Ralph H. Baer, den Urvater aller Videospiele – kurz: Persönlichkeiten, die etwas bewegt haben oder von etwas bewegt wurden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-527" title="dynamikum2" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/dynamikum2.jpg?w=450&#038;h=328" alt="dynamikum2" width="450" height="328" /></p>
<p>Das Dynamikum wurde übrigens vom studio klv konzipiert. Die Berliner Agentur hat von der Planung bis hin zur Umsetzung und Exponatbeschaffung mitgewirkt. Es gibt acht Bereiche, zum Beispiel „Menschenkräfte“ oder „Die schnelle Natur“ – sie alle werden vom Thema Bewegung beherrscht. Ich kann hier so gut wie alles mögliche „be-greifen“, kann auf einem Luftkissenfahrrad fahren, Bälle werfen und ihre Flugbahn sehen, auf dem Rodeokreisel einen Drehwurm bekommen, ohne Hilfsmittel eine Brücke bauen oder Schallwellen sichtbar machen. Das Science Center wurde im Mai 2008 eröffnet, hat etwa sieben Millionen Euro gekostet und schon über 150.000 Besucher fasziniert. Ich sehe um mich herum Schulklassen, zwei Betriebsausflüge und sogar Senioren. Die machen sich gerade zum Wettlauf gegen einen virtuellen Elefanten bereit. Das muss ich jetzt auch mal ausprobieren!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-528" title="dynamikum3" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/dynamikum3.jpg?w=450&#038;h=328" alt="dynamikum3" width="450" height="328" /></p>
<p>Der kurze Trip von Berlin nach Pirmasens lohnt sich: Germanwings fliegt in 60 Minuten von Schönefeld nach Zweibrücken (ab 19 €). Bis ins Dynamikum sind es nur noch 20 Autominuten. Was sonst noch auf Besucher wartet?! Eine bewegende Region mit gastfreundlichen Menschen und das Designer Outlet mit 100 Mode-Shops. Mein Tipp: Ein ganzes Wochenende einplanen und je nach Lust auf Luxus oder Natur übernachten: zum Beispiel im 4 Sterne Hotel Kunz (Pirmasens-Winzeln, DZ ab 60 €) oder im Naturfreundehaus Niedersimten (ab 21 €).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-529" title="dynamikum4" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/dynamikum4.jpg?w=450&#038;h=328" alt="dynamikum4" width="450" height="328" /></p>
<p>Mehr Infos: Stadtmarketing &amp; Tourismus Pirmasens, Tel. 06331/2394321 oder im Internet unter www.dynamikum.de, e-Mail: tourismus@pirmasens.de (Bild &amp; Text: J. Nord)</p>
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		<item>
		<title>bick Nr. 10: &#8222;Die DRAUSSENWERBER&#8220;</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 09:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[DRAUSSENWERBER]]></category>
		<category><![CDATA[Wall AG]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Mittwochmorgen, kurz nach neun Uhr. Peter Kupke steht im U-Bahnhof Frankfurter Allee und kratzt an einem Aufkleber herum. Der pappt mitten auf einem Werbeplakat und will partout nicht weichen: „Das Ding ist verdammt hartnäckig“, grummelt der 49-jährige und greift nach einer Flasche Wundermittel. Wenige Tropfen, ein abgebrochener Fingernagel und drei Flüche später sind [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bickmagazin.wordpress.com&blog=4229115&post=518&subd=bickmagazin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Es ist Mittwochmorgen, kurz nach neun Uhr. Peter Kupke steht im U-Bahnhof Frankfurter Allee und kratzt an einem Aufkleber herum. Der pappt mitten auf einem Werbeplakat und will partout nicht weichen: „Das Ding ist verdammt hartnäckig“, grummelt der 49-jährige und greift nach einer Flasche Wundermittel. Wenige Tropfen, ein abgebrochener Fingernagel und drei Flüche später sind die klebrigen Reste dann Geschichte. „Ich hasse Aufkleber!“ meint Peter. Genau wie Schmierereien und mutwillige Zerstörungen: „Wir haben auch ohne solche Späße genug zu tun.“ Der Berliner arbeitet mit seinem Kollegen Wolfgang Laatsch bei den DRAUSSENWERBERN. </strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-519" title="ddw01a" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/ddw01a.jpg?w=450&#038;h=304" alt="ddw01a" width="450" height="304" /></p>
<p>Hier ist der Name Programm: Die Draussenwerber bieten ihren Kunden Zugang zu mehr als 40.000 Flächen in der ganzen Stadt, zum Beispiel an Litfaßsäulen, in Bus- oder Tramwartehallen und in U-Bahnhöfen. Wolfgang und Peter sind zusammen mit vier weiteren Kollegen für die Montage und Pflege von Sonderformaten zuständig. „Die gibt es vor allem in U-Bahnhöfen!“ erklärt Wolfgang. Dort warten Schaukästen und Plakatvitrinen, außerdem gibt es Werbeflächen an Treppenstufen und natürlich die großen Plakate an den Wänden hinter den Gleisen. „Auf unserem Plan stehen insgesamt 170 Bahnhöfe. Wir sind im Schichtdienst unterwegs &#8211; Tag und Nacht. Die Leute nehmen uns fast nie wahr – sie sehen immer nur das Ergebnis unserer Arbeit, nämlich die Werbung. So soll es ja auch sein! Deswegen werden wir gebucht“, sagt Wolfgang. Vor allem Kunden aus den Bereichen Kunst, Kultur und Einzelhandel setzen auf die DRAUSSENWERBER und ihre zahlreichen Möglich- keiten in Sachen Werbung. Wolfgang und Peter   haben übrigens eine zusätzliche Schulung zur so genannten Sicherheitsaufsichtskraft absolviert: „Schließlich müssen wir oft auf oder hinter den Gleisen der U- Bahn arbeiten. Das kann ziemlich gefährlich werden. Wir machen solche Sachen dann meistens nachts und nutzen die Betriebspause der Verkehrsbetriebe aus. Nur in diesem Zeitraum können wir zum Beispiel die großen Plakate Hintergleis tauschen.“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-521" title="ddw03" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/ddw03.jpg?w=450&#038;h=304" alt="ddw03" width="450" height="304" /></p>
<p>Wolfgang und Peter bekommen jeden Tag einen Buchungsplan von der Zentrale. Darin werden alle Standorte aufgelistet, die sie anfahren müssen. „Außerdem steht dort genau, welche Werbeträger wir platzieren sollen und wie lange sie dort bleiben“, meint Peter. Die nötigen Materialien wurden vorher angeliefert und in der Firmeneigenen Werkstatt vorbereitet: „Trotzdem sind fast immer unsere handwerklichen Fähigkeiten gefordert – wir müssen vor Ort viele Kleinigkeiten erledigen. Mit dem einfachen Aufhängen der Werbematerialien ist es oftmals nicht getan.“ Da werden Halterungen erneuert, Dichtungen gewechselt und Fensterscheiben ausgetauscht. Bisweilen steht auch die Wartung der Beleuchtungseinrichtungen auf dem Programm. Die beiden DRAUSSENWERBER haben immer ihre fahrende Werkstatt dabei &#8211; und viele Jahre Berufserfahrung. „Wolfgang und ich arbeiten schon mehr als 30 Jahre in dieser Branche, wir sind sozusagen die Dinosaurier im Betrieb!“ grinst Peter. Der 49-jährige kommt ursprünglich von der Deutschen Werbe- und Anzeigengesellschaft (DEWAG), deren Abteilung „Plakat- und Außenwerbung“ nach der Wende zur VVR Berek wechselte und schließlich von der Wall AG übernommen wurde. Im vergangenen Jahr entstanden daraus die DRAUSSENWERBER – ein Tochterunternehmen, welches überwiegend in der Hauptstadt tätig ist. Die Firma steht für eine neue Generation des Klebeanschlags. So ermöglicht zum Beispiel interaktives Media-Marketing die direkte Kommunikation zwischen Werbern und Zielgruppen. Über so genannte Coupon-Plakate können sich die Passanten bei bestimmten Aktionen mit einem SMS-Code Veranstaltungs- und Rabattangebote auf ihr Handy holen &#8211; natürlich kostenlos. “Es ist schon verrückt, was sich alles in den vergangenen Jahren verändert hat”, sagt Wolfgang: “Die Stadt ist in Bewegung &#8211; und die Branche auch.”</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-522" title="ddw01" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/ddw011.jpg?w=450&#038;h=299" alt="ddw01" width="450" height="299" /></p>
<p>Genau wie die zwei DRAUSSENWERBER. Ein Blick auf ihren Plan führt Wolfgang und Peter nun in Richtung Ausgang zu zwei großen A00 Rahmen. „Überraschung!“ knurrt Wolfgang: Beide Scheiben sind mit Graffiti beschmiert, außerdem wurde eine Dichtung beschädigt. Nun geht alles Hand in Hand: Peter klappt die Rahmen auf und beginnt mit der Reinigung, Wolfgang tauscht Dichtung und Plakate. „In den vergangenen Jahren hat der Vandalismus stark zugenommen“, meinen die Fachkräfte: „Da entstehen eine Menge unnötige Kosten.“ Trotzdem machen Wolfgang und Peter ihren Job gerne: „Wir kommen viel herum und kennen die Stadt mittlerweile wie unsere Westentasche. Außerdem gibt es immer wieder was zu entdecken und neue Herausforderungen zu bewältigen.” Gleich geht’s weiter zum Alexanderplatz und anschließend nach Steglitz. Heute stehen fast nur U-Bahnhöfe auf dem Programm, während in den kommenden Tagen verschiedene Brückenbanner und Mastenschilder ausgetauscht werden müssen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-523" title="ddw02" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/ddw02.jpg?w=450&#038;h=304" alt="ddw02" width="450" height="304" /></p>
<p>Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.draussenwerber.de (Bild &amp; Text: J. Nord)</p>
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	</item>
		<item>
		<title>bick Nr. 10: &#8222;Motivation ist alles &#8211; zu Besuch im Seniorenzentrum Bestensee&#8220;</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 09:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Stadtmission]]></category>
		<category><![CDATA[Seniorenzentrum Bestensee]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans Michels Blick folgt Nicole und ihrem kleinen Igel durch den Raum. „Hallo! Sie haben Besuch: Der Igel ist da!“ lächelt Nicole, eine Pflegefachkraft im Seniorenzentrum Bestensee. Der Senior freut sich: Er mag Gesellschaft und Nicole ist ein echter Sonnenschein. Sie hält den Igel nach oben und lässt ihn ein bisschen quietschen. Dann legt sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bickmagazin.wordpress.com&blog=4229115&post=511&subd=bickmagazin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Hans Michels Blick folgt Nicole und ihrem kleinen Igel durch den Raum. „Hallo! Sie haben Besuch: Der Igel ist da!“ lächelt Nicole, eine Pflegefachkraft im Seniorenzentrum Bestensee. Der Senior freut sich: Er mag Gesellschaft und Nicole ist ein echter Sonnenschein. Sie hält den Igel nach oben und lässt ihn ein bisschen quietschen. Dann legt sie den Kleinen vor Herrn Michel auf den Tisch und nimmt Platz. „Wir drei haben eine Verabredung!“ grinst die junge Frau. Der 76-jährige nickt und streckt die Arme aus. Nicole greift nach dem Igel und legt los: „Wir nennen diesen Massageball einfach nur den ‚Igel’, weil er so lustig aussieht. Er hat kleine runde Noppen, die entfernt an Stacheln erinnern. Sie sind aber überhaupt nicht spitz, sondern schön weich.“ Die 25-jährige rollt mit dem Ball vorsichtig über Hans Michels Arme, hoch, runter und wieder hoch. „Das regt zahlreiche Nerven in der Haut an und fördert die Durchblutung!“</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-512" title="bestensee04" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/bestensee04.jpg?w=450&#038;h=304" alt="bestensee04" width="450" height="304" /></p>
<p>Herr Michel ist einer von 60 Bewohnern im Seniorenzentrum Bestensee. „Wir arbeiten nach den Grundsätzen der aktivierenden Pflege!“ erklärt Ulrike Bertheau, die Leiterin der Einrichtung: „Uns ist wichtig, dass jeder individuell behandelt und im Rahmen seiner körperlichen sowie geistigen Möglichkeiten gefördert wird. Wir motivieren die Bewohner dazu, so viel wie möglich selbst zu tun, um damit ihre Mobilität, ihre Selbständigkeit zu erhalten.“ Das Seniorenzentrum  wurde im März 2004 eröffnet und gehört zu den modernsten Einrichtungen der Berliner Stadtmission. Es liegt in Bestensee vor den Toren der Hauptstadt. „Der Pflegebereich hat vier Wohngruppen!“ sagt Ulrike Bertheau und beginnt einen Rundgang durch das Zentrum. Jeweils 15 Bewohner leben in einer  Wohngruppe. Sie sind alle in hellen Einzelzimmern mit eigenem Duschbad untergebracht. Ein Gemeinschaftsraum bietet die Gelegenheit, zusammen mit anderen zu essen, Musik zu hören oder einfach zu klönen. Frau Bertheau klopft an eine Türe und tritt nach dem freundlichen „Bitte!“ in das Zimmer von Birgit Herrmann ein. Die 74-jährige lebt bereits seit zwei Jahren im Zentrum und hat sich ihren Raum mit vielen Blumen, Fotografien und ein paar Möbeln aus der ehemaligen Wohnung eingerichtet: „Ich fühle mich hier wohl und habe sogar eine gute Freundin gefunden.“ Birgit Herrmann und Irene Meyer sind ein Herz und eine Seele. Sie haben vieles gemeinsam und kümmern sich unter anderem um die drei Kaninchen des Seniorenzentrums. Frau Meyer ist 87 und bereits seit 3 Jahren in Bestensee. Auch ihr gefällt es: „Die Leute sind immer freundlich und nehmen sich Zeit, obwohl sie meistens sehr viel zu tun haben.“ Ulrike Bertheau nickt und erklärt: „Wir haben für Pflege und Betreuung ca. 30 Mitarbeiter und würden natürlich gerne noch mehr einstellen, aber die heutige Finanzierung im Pflegebereich entspricht nicht dem tatsächlichen Bedarf. Das ist eine schwierige Situation, vor allem wenn man bedenkt, dass es immer mehr pflegebedürftige Menschen geben wird. Die Unterfinanzierung merken wir vor allem im Personalbereich. Hier muss sich bald was ändern, aber da ist die Politik gefordert. Ein guter Ansatz sind bereits die Betreuungsassistenten für demenzkranke Bewohner, die seit der Pflegereform zusätzlich finanziert werden.“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-513" title="bestensee01" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/bestensee01.jpg?w=450&#038;h=310" alt="bestensee01" width="450" height="310" /></p>
<p>Das Seniorenzentrum Bestensee nimmt vorrangig Bewohner aus dem Landkreis Dahme-Spreewald auf, da die Einrichtung auch mit Fördermitteln des Landkreises errichtet wurde. Alle Bewohner brauchen eine Pflegestufe für den stationären Bereich oder einen Berechtigungsschein für das Betreute Wohnen, also für eines der neun Appartements im Dachgeschoss. Auch Gäste für die Kurzzeitpflege sind willkommen. „Wir planen bereits eine Erweiterung um 30 Plätze: Die Grundsteinlegung für den Neubau soll im Herbst stattfinden. Ulrike Bertheau leitet das Zentrum seit seiner Eröffnung. Sie ist von Beruf Krankenschwester und hat eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung sowie zur Heimleitung absolviert. Menschen liegen ihr am Herzen: „Alle Bewohner, Mieter oder Gäste unseres Hauses werden so angenommen, wie sie uns begegnen.“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-514" title="bestensee03" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/bestensee03.jpg?w=450&#038;h=304" alt="bestensee03" width="450" height="304" /></p>
<p>Die 46-jährige begeleitet nun Birgit Herrmann und Irene Meyer zum Gemeinschaftsraum. In wenigen Minuten wird sich dort eine Gruppe treffen, auf dem Plan steht Gymnastik: „Wir bieten den Bewohnern jeden Tag verschiedene Möglichkeiten zur Beschäftigung an, vom Gedächtnistraining über Singen, Basteln, Kegeln oder auch gemeinsames Backen. Regelmäßig eingeladen wird auch zu Gottesdienst, Bibelstunde und Andacht. Die Beschäftigung ist für viele bedeutender als die eigentliche Pflege.“ Unterwegs sammeln die drei Frauen noch Hans Jakobi auf. Der 66-jährige sitzt am Computer und spielt Skat. Er grinst: „Der Rechner ist um einiges schneller als meine Mitspieler hier im Haus!“ Nun geht’s gemeinsam zum großen Veranstaltungsraum, wo die anderen Bewohner und Beschäftigungstherapeutin Liane Sänger bereits ungeduldig warten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-515" title="bestensee02" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/bestensee02.jpg?w=450&#038;h=304" alt="bestensee02" width="450" height="304" /></p>
<p>Mehr Infos im Internet unter www.berliner-stadtmission.de (Bild &amp; Text: J. Nord).</p>
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	</item>
		<item>
		<title>bick Nr. 10: &#8222;Verleger aus Leidenschaft&#8220;</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 09:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Amalienpresse]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang von Polentz]]></category>

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		<description><![CDATA[„Warum wedeln die Hunde mit dem Schwanz?“ fragt Wolfgang von Polentz zur Begrüßung und führt in seine Bibliothek. Er weist auf zwei gemütliche Sessel und nimmt Platz. Dann vollendet der Mann, der sich da selbst zitiert, die kleine Geschichte: „Anastasius denkt sich das so: Wenn der Hund winken will, müsste er die Pfote heben. Das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bickmagazin.wordpress.com&blog=4229115&post=508&subd=bickmagazin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>„Warum wedeln die Hunde mit dem Schwanz?“ fragt Wolfgang von Polentz zur Begrüßung und führt in seine Bibliothek. Er weist auf zwei gemütliche Sessel und nimmt Platz. Dann vollendet der Mann, der sich da selbst zitiert, die kleine Geschichte: „Anastasius denkt sich das so: Wenn der Hund winken will, müsste er die Pfote heben. Das stört beim Laufen. Außerdem steht die Pfote auf dem Boden, da sieht ja keiner sein Winken. Der Schwanz hat nichts zu tun, und er ist oben. Also streckt ihn der Hund in die Luft und schwenkt ihn wie eine Fahne: Willkommen! Willkommen!“ </strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-509" title="wopo" src="http://bickmagazin.files.wordpress.com/2009/08/wopo.jpg?w=450&#038;h=618" alt="wopo" width="450" height="618" /></p>
<p>Mit diesen Worten deutet mein Gastgeber auf eine Tasse Kaffee. Dann lehnt er sich zurück, lässt den Blick schweifen und meint: „Willkommen auch von mir!“ In der guten Stube, die voller Bücher ist, in seinem Arbeits- und Gedankenzimmer, dem räumlichen Herzen seines Verlages, der Amalienpresse. „Sie fragen sich, was es mit Anastasius und seinen Phantasien auf sich hat?“ Der Verleger greift nach einem Büchlein. Es heißt „Anastasius besieht die Welt – Ein Bilder-ABC aus dem Setzkasten“ und ist das erste Werk des Autors, das er selber herausgebracht hat. Mit Anastasius, dem kindlichen Entdecker, betrat die keine Edition im Sommer 2007 den Marktplatz. Das Buch kombiniert Grafik und Text. „Ich bin 2006 durch Zufall auf ein altes Projekt der Kunsthochschule Weißensee gestoßen. Mein lieber Kollege Hans-Joachim Schauß schuf vor etwa dreißig Jahren zusammen mit seinen Studenten ein lustiges Bilderlotto zu den Buchstaben des Alphabets – nur aus den Formen eines Setzkastens. Da sind mir dann ein paar Geschichten dazu eingefallen, und der Rest ergab sich von selbst.“ Wolfgang von Polentz hatte genaue Vorstellungen, wie das Buch mit den Grafiken später aussehen sollte. „Die Verlage, die ich mit meinem Konzept besucht habe, winkten ab: zu aufwändig.” Also hat der entschlossene Poet kurzerhand seinen eigenen Verlag gegründet. Er veröffentlicht, was ihm gefällt und wovon er denkt, dass es auch andere begeistern kann. Nach dem Erstling folgten zwei Bilderbücher der polnischen Malerin Agnieszka Żelewska. Anfang Januar kam Wernher des Gärtners mittelalterliches Epos vom Raubritter Helmbrecht heraus – in neuen Versen. Ein Verbrechen aus dem Mittelalter? Wen kann das heute, nach fast tausend Jahren, noch interessieren? Der Nachdichter stellt die Frage und beantwortet sie im selben Atemzug: „Phantasie, Kühnheit und Witz des Textes lassen diesen Fall wichtig bleiben.“ Jenseits germanistischer Verstaubtheit bietet die Geschichte vom rücksichtslosen Aufsteiger Helmbrecht so ziemlich alles, was das Herz verlangt: Spannung, Tragik und Spaß. „Kunst ist eben nicht totzukriegen“, sagt der Siebzigjährige. Deswegen läuft er sich auch gern die Hacken ab, um seine Bücher zu vermarkten: „Kopf und Beine müssen in Bewegung bleiben, dann hält das Leben jeden Tag eine Überraschung bereit.“</p>
<p>Wolfgang von Polentz ist geborener Berliner, hat Literatur studiert und war zu DDR-Zeiten Dokumentarfilmdramaturg. Nach der Wende kamen dann neue Herausforderungen und schließlich die Selbständigkeit. „Ich habe noch eine Menge vor!“ Zum Beispiel „Sechzehn Morgengaben leibhaftiger Liebe – Erotische Gedichte quer durch die Zeiten“ oder ein Büchlein mit fünfzig Gedichten aus dem alten Vietnam. „Der Entstehungsprozess eines Buches ist überaus spannend!“ meint der Jungverleger mit den vielen Jahren Redaktionserfahrung. Seine Bücher haben alle eine internationale Bestellnummer (ISBN) und können über jede Buchhandlung bezogen werden. Außerdem betreibt der Verlag eine Internetseite, über die man sich jede Veröffentlichung versandkostenfrei schicken lassen kann. „Ich freue mich über jeden Besucher!“ schmunzelt er. „Und Anastasius über jeden Leser.“</p>
<p>Mehr Infos gibt’s im Internet unter www.amalienpresse.de (Bild &amp; Text: J. Nord)</p>
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